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Nepal13 Mai 2012
Die Fotos und der Bericht sind aufgeschaltet.
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Neuseeland Nordinsel22 Apr 2012
Die Fotos sind aufgeschaltet.
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Schweiz25 Mär 2012
Wir sind wieder zurück in der Schweiz.
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Zeitzonen
Bolivien
03.07. - 19.07.2011
Nach einigen Turbulenzen auf dem Flug zwischen Cusco (Peru) und Bolivien landeten wir mit grosser Verspätung auf dem Flughafen La Paz. Der Flughafen liegt auf einer Hochebene im Stadtgebiet El Alto auf rund 4200m.ü.M. In diesem Gebiet leben rund 1 Mio. Bolivianer, die Unterschicht und somit die ärmste Bevölkerung in La Paz. Viele Haushalte sind ohne fliessendes Wasser.
Unser Weg führte uns mit dem Taxi weg von El Alto hinunter in den Talkessel, wo sich die Altstadt von La Paz befindet und die Armut etwas weniger gross ist.
Hier zwischen Hexen- und Schwarzmarkt fanden wir unsere Unterkunft das Hotel Andina Estrella, in welchem wir schlussendlich wesentlich mehr Zeit verbrachten als ursprünglich geplant.
Mit dem Ziel eine Tour in den Salar de Uyuni zu buchen, machten wir uns auf die Suche nach einem vertrauenswürdigen Touranbieter. Im Internet hatten wir über viele sehr schlechte Erfahrungen gelesen. Von betrunkenen Fahrer über schlechtes Essen zu katastrophalen Fahrzeugen. Von verschiedenen Reisenden versuchten wir Auskünfte zu erhalten. Leider mit wenig Erfolg. Dafür lernten wir Silvia und Christian kennen, ein Paar aus Österreich, welches ebenfalls auf Weltreise ist. Mit ihnen verbrachten wir die nächsten Tage in La Paz, was das kommende Warten deutlich verkürzte.
Warten?….
Unser Hoteleigenes Travel Office schien uns vertrauenswürdig und es arbeitete mit einer Agentur zusammen, über welche wir vorwiegend nur gutes gelesen hatten. Frühmorgens versuchten wir die 4-tägige Tour mit Abfahrt nach Uyuni am selben Abend zu buchen. Leider stellte sich heraus, dass der Bus sich in der Reparatur befindet und wir erst am nächsten Abend fahren konnten.
Schon am selben Abend hörten wir Gerüchte von Schneefall und blockierten Strassen, was uns an der Durchführbarkeit der Tour am folgenden Tag zweifeln lies. Dies bestätigte sich am nächsten Morgen im Travel Office und wir warteten weitere Tage in La Paz. Als sich die Situation auch nach 3 Tagen nicht besserte, entschieden wir uns vorerst einmal nach Copacabana an den Titicacasee zu fahren, in der Hoffnung die Tour, was der Hauptgrund war nach Südamerika zu fahren, etwas später durchführen zu können.
Copacabana & Isla del Sol
Nach einer wunderschönen Fahrt über das Altiplano, entlang des Titicacasees und einer abenteuerlichen Seeüberquerung (siehe Bildgalerie) kamen wir nach rund 3.5h in Copacabana direkt am Titicacasee an.
Copacabana ist ein Pilgerort und Durchlaufstation von Reisenden die nach Peru gehen oder von Peru her kommen. Darum hat es eine für bolivianische Verhältnisse sehr gut ausgebaute Infrastruktur mit vielen Hotels.
Am folgenden Tag unternahmen wir einen Ausflug auf die Isla del Sol. Auf einem überfüllten Boot und ohne Schwimmwesten, tuckerten wir auf die Sonneninsel. Im Norden der Insel empfang uns ein Gruppenführer. Dieser führte uns via Ortsmuseum zu einem heiligen Tempel. Die Toiletten im Ankunftsort waren alle verschlossen. Yasmine erkundigte sich beim Führer, ob es bei diesem archäologischen Platz ein WC habe. Dieser meinte “Si, si”. Eine halbe Stunde später “ist es noch weit?”, “No, no, muy cerca” und “dort gibt es ein WC?”, “Si”. Beim Platz angekommen, war mir sofort klar, hier gibt es keine Toiletten.
Beim quaderförmigen Steintisch trafen wir einen Schamanen, welcher uns die Opfergaben für die Pachamama (Muttererde) erklärte. Nach einem Flötenspiel bei der heiligen Wasserquelle der Anlage erhielten wir den Wegbeschrieb, wie wir zum Bootsanlegeplatz im Süden gelangen. In den Reiseführer steht, dass man dafür drei bis vier Stunden einberechnenden sollte. Wir hatten noch zwei, dreiviertel Stunden bis zur Abfahrt. Der Weg war wunderschön und wir trafen verschiedene Leute u.a. eine Argentinierin, ein slowenisches Pärchen, eine amerikanische Lehrerin mit denen wir beim laufen etwas plauderten. Auch kamen wir bei einigen Zahlstationen der Dorfbewohner vorbei. Bei der Letzten fragten wir, wie weit es noch sei. Er meinte, dass es vermutlich knapp nicht mehr auf dieses Boot reiche. Noch schneller als wir bisher liefen, legten wir das letzte Stück hinter uns und dies auf 4’000 m.ü.M. Wir erreichten das Boot in letzter Minute.
Am zweiten Copacabana Tag relaxten wir am Ufer des Titicacasees und am Abend gab es Fondue.
Zurück in La Paz….
stellte sich schnell heraus, dass aufgrund von sehr viel Schnee auch weiterhin keine Touren durchgeführt werden können.
Gemäss online Nachrichten von BBC usw. musste Bolivien unterdessen sogar Nothilfe aus umliegenden Ländern anfordern (Bolivien hat nur zwei Helikopter) um Eingeschneite (darunter auch Touristen) zu retten. Aufgrund dieser Nachrichten sind wir glücklich darüber, dass unser Bus am ersten Abend nicht fahren konnte, da wir ansonsten möglicherweise ebenfalls eingeschneit auf Rettung warten würden.
Der Tatsache ins Auge sehend, dass wir wohl nicht mehr in den Salar fahren werden, machten wir uns auf die Suche nach Alternativprogrammen.
Chacataya
Unser Tagesausflug auf den 5430 m.ü.M. hohen Chacataya startete um 7:30h in einem etwas in die Jahre gekommenen Bus.
Nach einigen Stopps und einer Stunde später waren wir anstelle den versprochen max. 14 Teilnehmenden doppelt so viele.
Langsam kämpfte sich der Bus von der Talsohle in La Paz Richtung El Alto und von da über eine Schotterpiste Richtung Berge. Kaum vorstellbar, dass dieser Bus uns bis auf 5300 m.ü.m. bringen sollte. Einige Kilometer weiter und einen Fotostopp später stieg die Strasse immer stärker an, verschlechterte und verengte sich so stark, dass sogar unsere mitreisende brasilianische Reisegruppe sehr still wurde.
Und wir Schweizer? wir würden nicht einmal auf die Idee kommen eine solche “Strasse”mit einem Bus zu befahren.
Nach einigenden beruhigenden Worten der Reiseführerin “tranquillo, tranquillo, no problemo” kämpfte sich der Bus Zentimeter neben dem Abgrund den Berg hoch. Mit feuchten Händen und einer Portion Adrenalin im Blut erreichten wir 5300 m.ü.M. Die letzten 130 Höhenmeter gingen wir zu Fuss. Die Aussicht auf die umliegenden Berge (Potosi, Illimani ) war grandios und die Höhe atemberaubend.
Nach einer mindestens ebenso adrenalinfördernden Rückfahrt und einem Besuch des Moon Valley kehrten wir müde und erschöpft zurück ins Hotel.
Death Road und Coroico
Sicher darüber, dass wohl auch die berühmt berüchtigte Death Road kaum schlimmer sein kann, als unsere Chacatayafahrt, entschieden wir uns per Bike nach Coroico zu fahren. Eine Biketour* wie man Sie wohl kaum an einem anderen Ort auf der Welt machen kann. Von 4700 m.ü.M. in knapp 65 km runter auf 1200 m.ü.M. (3500 Höhenmeter), von Minustemperaturen und verschneiten Bergspitzen durch verschiedene Vegetationszonen bis in den Dschungel.
Die Strasse schlängelt sich durch Täler entlang von Bergwänden, wo es senkrecht hunderte Meter tief ins Tal geht.
Nach erfolgreicher Abfahrt ging es in ein nahegelegenes Hotel für eine Dusche (oder ein Bad im Pool) und ein Mittagessen. Danach trennten wir uns von der Tourgruppe und fuhren per Sammeltaxi ins 30min entfernte Coroico, um die nächsten Tage im angenehmen Klima und grüner Landschaft zu verbringen.
Im Hotel Sol y Luna hatten wir eine eigene Küche. Beim Einkauf, für die nächsten zwei Tage, konnten die Verkäufer im Dorf fast nicht verstehen, wieso wir nur so kleine Mengen Gemüse u. Früchte einkaufen wollten. Besonders witzig war bei einer älteren Frau, als wir nach Cocatee** fragten, sie uns gleich einen 10 Liter Sack Cocablätter füllte. Wir erklärten ihr dann, dass wir nur einige Blätter für ca. eine Kanne benötigten. Schlussendlich verabschiedeten wir uns von ihr mit einer grosszügigen Menge Tee und einem Sack Mandarinen für 5 Bolivianos (CHF 0.60).
*Anmerkung: Bolivien ist kein Land in welchem man einen Spitalaufenthalt riskieren sollte. Darum unbedingt auf einen guten Touranbieter mit vernünftigem Material und kompetenten Guides achten. Wir waren mit “Madness Tours” unterwegs und können diese absolut weiter empfehlen.
Wir sind der Meinung, dass mit einem guten Touranbieter und einer vernünftigen, angepassten Fahrweise das Risiko relativ klein ist. Zumindest kleiner als viele Busfahrten in Südamerika und speziell in Bolivien.
** Anmerkung: Der Tee „Mate de Coca“ ist in Bolivien und anderen Andenregionen National-Getränk. Seine Wirkung ist mit der von starkem Schwarztee oder Kaffee vergleichbar. Mehr dazu hier.
Adios Südamerika
Am letzten La Paz Tag wurden noch einige Souvenirs gekauft und nach Hause geschickt. Dafür wurden im Postoffice etliche Formulare ausgefüllt, das Packet etwa 101 Mal gewogen und am Schluss zugenäht.
Von Bolivien flogen wir für einen Tag zurück nach Cusco (Peru). Hier genossen wir ein herrliches Frühstück im Jack’s Café, besuchten das Cacao Museum und flanierten durch die Gassen.
Noch bevor der Wecker um fünf Uhr klingelte, erwachte Stefan an schlimmen Magenkrämpfen, eine Lebensmittelvergiftung machte sich bemerkbar. Nicht sicher ob wir die Reise bis nach Miami mit zweimal umsteigen schaffen werden, stiegen wir ins Taxi Richtung Flughafen.
Beim Check-in erfuhren wir, dass es keine zwei Sitze mehr nebeneinander hat, immerhin war ein Platz in der Nähe des WC’s. Mit Verspätung landeten wir in Lima und es reichte uns knapp auf den Anschlussflug nach San José.
In San José mussten wir das Gepäck auschecken, beim Zoll den Einreise-Transit Stempel holen, beim Flughafen-Tax-Büro für ein Formular anstehen, bei der American Airlines wieder einchecken und wieder durch die ganzen Sicherheitskontrollen. Ja, es war anstrengend. Vor allem wurde meine Geduld beim “Flughafen-Tax-Büro” sehr auf die Probe gestellt, als die Dame am Schalter lieber irgendwelche Papiere sortierte, als die nächsten Kunden zu bedienen. Das Pünktchen auf dem i kam aber noch, als wir im Terminal auf den Abflug warteten. Stefan hatte eine kleine Übelkeitspause und wir witzelten, dass das Reisen nicht immer einfach ist, da kam ein Sicherheitsbeamte die weissen Handschuhe überziehend auf Yasmine zu “Können sie bitte mit mir kommen”. In einem abgesperrten Bereich musste ich mich setzten, die Schuhe ausziehen, die Tasche abgeben und einige Fragen beantworten. Nach der Drogenkontrolle wurde ich direkt zum Flugzeugbus gewiesen und musste dort auf Stefan warten.
Der Pilot meldete, dass er noch etwas wartet mit starten, da in Miami momentan ein starkes Gewitter sei. Es konnte nur noch besser werden - und es wurde. Das Gewitter über Miami hatte sich verzogen und wir hatten beim Anflug eine wunderschöne Aussicht über das Lichtermeer “Miami by Night”. Bei der Einreise kamen wir in die Reihe mit dem speziellen Scanner für Reisende aus Südamerika. Der mit Folien überzogene Koffer von Yasmine liessen sie zweimal durchgehen und diskutierten, ob sie diesen jetzt öffnen wollen oder nicht. Sie liessen ihn durchgehen. Mit einem müden dankbaren Lächeln zu den Beamten verliessen wir das Flughafengebäude und wurden von einer herrlichen tropischen Floridawärme begrüsst. Auf der Suche nach der Hotelshuttel-Haltestelle hofften wir, auch noch nach Mitternacht abgeholt zu werden.
Ein paar Minuten später öffneten wir die Tür zu unserer Suite im Embassy Hotel. Die zwei Zimmersuite mit zwei grossen LCD TV’s, der Kaffeemaschine, der Sofaecke, dem blanken Bad und dem riesen Bett kam uns sehr unwirklich vor.
Wie wir den Scenenwechsel erlebt haben im nächsten Bericht.
Vielen Dank fürs mitlesen.
Unterkünfte Bolivien:
Hotel Andina Estrella, La Paz
Sol y Luna, Coroico
Kommentare
Kontrastreicher können eure Unterkünfte auch nicht mehr sein........ Herzlichst Mam us Sigriswil