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Zeitzonen
Hawaii
08.08. - 02.09.2011
Big Island
Von LA flogen wir nach Hawaii ins Paradies der Surfer. Hawaii war während unserer ganzen Planung ein Highlight, auf das wir uns nun besonders freuten.
In Honolulu flogen wir sogleich weiter auf die Big Island (Hawaii) die stark vom noch sehr aktiven Vulkan geprägt ist und der gemäss Medienmitteilungen soeben wieder ausgebrochen sein soll. Angekommen in Kona bekamen wir wieder ein Upgrade der Mietwagenkategorie (wie auch schon in Florida u. Kalifornien), da ein so kleines Auto wie wir es gebucht haben in Amerika wahrscheinlich nicht existiert oder höchstens als Golf Buggy vermietet wird.
In Kona, ein gemütliches touristisches Städtchen, verbrachten wir einige Tage und erkundet dabei den nordwestlichen Teil der Big Island. Die Landschaft ist geprägt von riesigen schwarzen Lavaströmen die bis ans Meer reichen. Hierbei entsteht ein wunderbarer Kontrast mit den weissen Sandstränden und dem einladenden türkisblauen Wasser.
Angekommen an einer der schönen kleinen Buchten sprangen wir mit unserer neuen Schnorchel Ausrüstung ins Wasser und hofften darauf einige Fische zu Gesicht zu bekommen. Kaum den Kopf unter Wasser sahen wir sie auch schon vor uns. Keine fünf Meter vom Strand entfernt schwammen sie gemütlich um einen Felsen und brachten Yasmine vor Freude zum quietschen. Da war nicht nur eine sondern gleich sieben oder acht Schildkröten (ca. 50 cm lang) die sich von unserer Anwesenheit nicht stören liessen.
Von Kona fuhren wir weiter in den “Vulcano National Park” in welchem verschiedene Vulkane bzw. Krater noch sehr aktiv sind und zeitweise beobachtet werden kann, wie das noch flüssige Lava ins Meer fließt. Leider konnten wir dieses Schauspiel nicht sehen, da aufgrund des kürzlich erneuten Ausbruchs der Zugang ins entsprechende Gebiet gesperrt war. Dennoch sahen wir äußerst eindrückliche, bizarre Landschaften, rauchende und noch rot glühende Krater.
Ein sehr spezielles Gefühl zu sehen wie es nur wenige Meter unter der Erdkruste dermaßen kocht und brodelt. Ein Gebiet, dass uns sicher für immer in Erinnerung bleiben wird.
Vom Vulcano National Park fuhren wir nach Hilo an der Ostküste der Insel. Der landschaftliche Unterschied zwischen Ost- und Westküste ist riesig, obwohl die Insel nur wenige Kilometer breit ist. Während die Westküste trocken und von schwarzer Lava durchzogen ist, zeigt sich die Ostküste üppig grün mit Dschungel, Wasserfällen und viel Niederschlag.
Maui
Von der Big Island flogen wir in einer kleinen Cessna auf Maui, die Insel der Wind- und Kitesurfer. Die starken Winde über die sich die Surfer freuen, machten unseren Flug zu einem Abenteuer. Das Flugzeug wurde von einer auf die andere Seite geworfen, sackte in einem Moment ab und schnellte sogleich wieder hoch. Yasmines Gesichtsfarbe änderte sich dramatisch bis zu einer Blässe, die ich zuvor noch nie bei ihr gesehen habe (nicht mal als sie Seekrank war). Nach einer gemäss Pilot “funny landing” waren wir froh wieder festen Boden unter den Füssen zu haben.
Bei der Autovermietung wurde uns wiederum ein Update gewährt. Dieses mal sollten wir einen riesigen Pick Up Truck erhalten von dem die Verkäuferin meinte, so sähen wir aus wie “Locals”. Nach einer ersten Freude sahen wir schnell ein, dass dieser weder praktisch noch umweltschoned sondern nur teuer ist. Somit fragten wir nach einem kleineren praktischeren Auto, welches wir von der etwas verständnislosen, verdutzen Verkäuferin auch erhielten.
Die ersten Tage auf Maui, der “The Magic Isle”, wie sie auch genannt wird, wohnten wir in einem B&B in Lahaina. Die ehem. Walfängerstadt ist heute ein Touristenmagnet. Uns gefiel die relaxte Atmosphäre, die exklusiven Galerien, die Restaurants und die vielen Shops. Die grösste Aufmerksamkeit zog aber der riesige indische Banyan Baum, mit über 12 Stämme und einer Gesamtbreite von ca. 60m, auf sich.
Das schmucke Städtchen ist ideal gelegen um Maui zu entdecken.
Getreu dem Motto „Der Weg ist das Ziel“ machten wir uns auf den Hana Highway mit den 54 einspurigen Brücken und über 600 Haarnadelkurven. Wir bereuten es nicht, die Landschaft war bezaubernd. Die Straße fuhr entlang von üppigem Dschungel, Bambuswäldern, Wasserfällen und zerklüfteten Küste. In Hana fuhren wir noch etwas weiter bis auf dem Camping bei den sieben heiligen Pools von Oheols. Kaum auf dem Platz angekommen, regnete es in strömen. Wollen wir wirklich zelten? Das Wetter besserte sich wieder und wir bauten, glücklich über den wundervollen Ort, unser Zelt auf.
Oahu
Da wir keine Lust mehr auf Hotelsuche hatten, mieteten wir uns ein Apartment. Ca. eine Stunde Fahrzeit vom sehr lebhaften und Touristischen Waikiki entfernt und nahe zu den weltbekanntesten Surfspots an der “Nord Shore of Hawaii” wurden wir fündig. Ein kleines gut eingerichtetes Appartement mit einem atemberaubenden Blick übers türkisfarbenen Meer. Schon am Tag nach unserer Ankunft machten wir uns auf den Weg um uns die Surfspots anzuschauen, an welchen bei guten Verhältnissen massive Wellen reinrollen und die besten Surfer der Welt sich herausfordern. Obwohl wir wussten, dass die grossen, besten Wellen normalerweise nur zur Winterzeit über die Strände hereinbrechen, waren wir zugegebenermaßen doch ein wenig enttäuscht, als wir am Pipeline Beach standen und das Wasser einfach flach war. Naja, wir machten das Beste draus und gingen an einem traumhaften Beach, an einem Riff über welches normalerweise die powervollsten Wellen donnern, schnorcheln.
Die Nord Shore ist eine wunderschöne Gegend. Obwohl tausende von Surfer und Zuschauer jeden Winter in diese Gegend reisen, gibt es bis auf eine Ausnahme keine grossen Hotels oder Ferienanlagen. Das Ganze hat noch immer einen ländlichen Charakter mit Dörfern, kleinen Einkaufsläden, Surfshops, einfachen Restaurants und “Hawaiian Ice”-Ständen.
Natürlich waren wir auch in Honolulu und haben den berühmten Waikiki Beach besucht. Trotz Großstadt hat auch Waikiki das Aloha und Hang Loose Feeling behalten.
Ebenfalls sehr gut gefallen hat uns Kailua an der Ostküste von Ohahu. Mit einem, der gemäss Reiseführer weltweit schönst bewertetet Strand und einer übersichtlichen Grösse, eine Stadt in der es sich leben liesse. Hier gingen wir im türkisblauen Wasser Kajaken und Stefan hatte seine ersten Kitesurf Lektionen bei optimalem Wind, perfektem Sonnenschein und ca. 27°C warmem Wasser.
Um mehr über die die polynesische Kultur zu lernen, besuchten wir das Polynesian Cultural Center. In vers. Dörfern, die den verschiedenen polynesischen Inselgruppen nachempfunden sind, fanden Shows, Ausstellung und Aktivitäten zum mitmachen statt. Dazwischen führten die Vertreter der Inseln auf Flössen landestypische Tänze auf. Beim Abendessen, einem Luau, lernten wir die hawaiianische Küche kennen, danach gab es noch eine Abendshow “Ha, Breath of Life".
In Hawaii lernten wir neue Obst- und Gemüsesorten kennen. Wir haben rote Bananen, Apfelbananen und Creambananen, Sweet & Sour Früchte, Dragonfruit und unterschiedliche Passionsfrüchte gegessen. Yasmine wollte immer einmal Breadfruit ausprobieren, welche überall wuchs, aber nirgends verkauft wurde. Auf einem Markt fragte sie bei einer Verkäuferin nach, diese riet uns, einfach bei einem Haus mit einem Breadfruitbaum zu klopfen. Wir wurden schlussendlich bei einer alten Fruchtstandverkäuferin fündig, welche uns noch ein Rezept mit auf den Weg gab und meinte, wenn es nicht gelinge, sollen wir wieder vorbei kommen.
Hawaii hat uns sehr gut gefallen. Aus den ursprünglich geplanten 2 Wochen wurden vier und wir flogen mit zugegebenermassen etwas Wehmut aber auch einer gewissen Vorfreude weiter nach Australien.
Unterkünfte Hawaii
Kona Seaside Hotel, Big Island
Kona Tiki Hotel, Big Island
Holo Holo In, Big Island
Hilo Bay Hostel, Big Island
B&B Aloha Lani, Lahaina, Maui
Camping bei Hana
Noelani Condominium Resort, Maui
Oceanfront Apartment in Punaluu Oahu Hawaii
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