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Zeitzonen
Samoa
05.10. – 24.10.2011
Talofa Lava and welcome to the Treasured Islands of the South Pacific - Samoa!
Samoa, auf halbem Weg zwischen Neuseeland und Hawaii gelegen, wechselte am 30.12.2011 die Zeitzone. Jetzt ist dort nicht mehr der letzte Sonnenuntergang, sondern der erste Sonnenaufgang.
Bei unserer Flugbuchung war dies leider noch nicht so und wir rasselten voll ins Datumschaos. Zum Glück konnten wir noch rechtzeitig, gegen Gebühr, umbuchen.
Apia
Gegen Mitternacht landeten wir in Apia. Kaum von der "Baggage Claim" entfernt, verfolgte uns ein alter, hartnäckiger Taxifahrer. Uns war er sehr unsympathisch und die anderen Taxifahrer schienen schon alle gebucht zu sein, verlangten horrende Preise oder meinten, wir sollen mit dem Alten fahren. Unsere Hartnäckigkeit zahlte sich schlussendlich aus und wir fanden eine vertrauenswürdige Fahrgelegenheit durch die stockdunkle Nacht (es gibt keine Strassenlaternen).
Müde von der langen Reise, dem kleinen Jet Leg und dem Klimawechsel, ruhten wir am ersten Samoa Tag aus, gönnten uns einen Fruchtsmoothie im historischen Hotel Aggie Greys und informierten uns über Samoa. Zurück im Outrigger Hotel witzelte Yasmine beim Eingang über das Schild “Das Hotel ist nicht verantwortlich für verlorene Schuhe”, da Stefan erst neue Havaianas (Flipflops) in Australien gekauft hatte. Am nächsten Morgen organisierten wir unsere Weiterreise auf die Insel Savai’i und wollten noch ein paar Snacks einkaufen gehen, da am nächsten Tag “White Sunday” war und alles geschlossen sein wird. Doch wo sind Stefan’s Flipflops? An der Rezeption reagierten sie mit Achselzucken und meinten, dass die Läden wegen dem morgigen Feiertag bald schliessen. Als wir dem Taxifahrer sagten “zum nächsten Schuhladen, bitte” lachte dieser nur noch und meinte verlegen zum “Shoeshop?”. Er durfte uns im Zentrum rauslassen und wir machten uns auf die Suche nach Flipflops. Fündig wurden wir in einem kleinen Mischwarenladen.
An White Sunday klingelte der Wecker um 05.30 Uhr, damit wir die erste Fähre nach Savai’i erwischen. Kaum waren wir erwacht, klopfte es an der Tür. Eine Hotelmitarbeiterin meinte ganz aufgeregt, dass sie in den Nachrichten gesehen habe, dass die Fähre früher ablege, da sie wegen des Feiertags mehr Leute erwarteten. Um die Fähre zu erwischen, müssten wir in spätestens 10 Minuten abfahren und wenn das Taxi schnell fahre, können wir die Strecke in Halbzeit hinlegen. Wir liessen uns zum Glück nur kurz aus der Ruhe bringen, fuhren wie geplant los und erhielten zwei Plätze nach Savai’i zur vorgesehenen Zeit..
Savai’i Island
Im Tanu Beach Resort wurden wir mit einer frischen Kokosnuss begrüsst, bevor wir zu unserem Fale geführt wurden. Ein Fale ist ein Samoan typisches Bungelow, eine Plattform auf Pfalzen und Palmblättermatten die als Wände dienen. Unser neues Zuhause direkt am Strand war der Südseetraum pur.
Das Essen wurde an einem grossen Tisch im Hauptfale serviert. Dies war ideal um mit den anderen Gäste, vorwiegend Neuseeländer, in Kontakt zu kommen.
Zum Frühstück gab es häufig Reisbrei an Kakao, Papayas, Bananenbällchen mit einer leckeren Kokosmarmelade oder Toast mit Bohnen an Tomatensauce.
Das Nachtessen bestand meistens aus Brotfrucht, Taro, Kochbanane, Fleisch/Fisch, Gemüse, Reis oder Pasta.
Sehr lecker fanden wir Palusami, ein Gericht aus den Blättern der Taropflanze und Kokosnussmilch.
Zweimal erhielten wir die Gelegenheit beim Fiafia dabei zu sein. Die Familie des Tanu Beach Resorts führte verschiedene Tänze und eine Feuershow vor. Bei der zweiten Vorstellung wurden wir aufgerufen in die Mitte zu sitzen, da wir die Gäste waren die vom weitesten herkamen und schon am längsten im Resort wohnten.
Wusstet ihr, dass der Baum, welcher die Inspiration für den Baum der Seelen im Film Avatar, in Samoa ist? Dies erfuhren wir auf der Inselrundfahrt, als wir in Falealupo über eine schwindelerregende Hängebrücke auf die Krone eines imposanten Banyanbaumes kletterten. Von dort hatten wir eine wunderschönen Rundsicht über den Regenwald. Ein weiterer herrlicher Stopp war die Erfrischung im Pool eines Wasserfalls. Weiter ging es zu der Hauptattraktion, den Alofaaga Blowholes. Bei Flut wird dort das Meerwasser mit voller Wucht durch Lavagänge geschleudert, so dass 30m hohe Fontänen entstehen. Dies war sehr eindrücklich und laut! Der besondere Kick gaben die Kokosnüsse, welche im richtigen Moment in die Löcher geworfen wurden und dann in die Höhe katapultierten.
Upolu Island
Der zweite Teil unseres Samoaaufenthaltes verbrachten wir im Litia Sini Beach Resort. Den Transport dorthin teilten wir mit zwei jungen Neuseeländerinnen. Besonders unterhaltsam war die Fahrt von der Fähre zum Lalomanu Beach. Wir hätten keinen besseren Chauffeur als Tao finden können. In einem Bus, für nur uns vier, führte er uns zuerst durch sein Dorf, wo er der Dorfchef ist. Er legte noch ein paar weitere Zusatzschlaufen ein, damit wir möglichst viel von der Insel sehen konnten. Dabei erzählte er wie es dazu kam, dass er den Wettbewerb “das schönste Dorf Samoas” einführte, schwärmte über die südpazifische Küche, zeigte uns wo das Zuhause eines Rugbystars ist. Beim Thema Rugby gab es Diskussionen, da er für die Australier war und am Abend das WM-Spiel Australien-Neuseeland statt fand. Ein Dämpfer auf die fröhliche Stimmung war, als wir im Süden der Insel ankamen, wo im September 2009 ein Tsunami war. Spuren der zerstörenden Flutwelle sind noch heute ersichtlich.
Beim Schnorcheln fanden wir vereinzelt noch Türen, Stühle und Scherben sowie einen verwüsteten Korallengarten. Die Fischwelt erschien dafür umso brillanter und gelegentlich sahen wir auch Schildkröten. An einem Abend hatten wir das Glück, über eine Stunde mit einer mitzuschwimmen.
Ein weiterer Genuss war der Besuch des “To Sua Ocean Trench”. Eine lange Holzleiter führt in das 15m tiefe Loch hinab, wo durch eine Felsenöffnung frisches Meerwasser hineinströmt. Es war herrlich darin zu planschen.
An einem Vormittag schauten wir bei der Zubereitung einer Mahlzeit im Umu, Erdofen, zu und durften auch mithelfen Kokosnuss für das Palusami zu raspeln und Teller aus Palmblätter zu flechten.
Die letzte Nacht auf Samoa verbrachten wir dann wieder zurück in Apia im Outrigger Hotel, wo wir unser Gepäck aufbewahrt hatten. Wir sahen sogar Stefans Havaianas, an den Füssen der Putzfrau…
Unterkünfte Samoa
Samoan Outrigger, Apia
Tanu Beach Fales, Savai’i
Litia Sini Beach Resort, Upolu